Ein Eingriff, zwei Abrechnungswege, und die Weiche steht schon in der Kodierung.
Der Fall wird nach Entlassung kodiert, die Prozeduren stehen als OPS-Codes im Krankenhausinformationssystem. Ob daraus eine stationäre DRG oder eine Hybrid-DRG wird, hängt an einzelnen Codes aus einer Liste von Hunderten. Auffällig wird die falsche Weiche meist erst, wenn die Kasse den Fall zurückspielt, dann ist der Erlös längst gebucht.
1FallEin ambulant durchführbarer Eingriff geht in die stationäre Abrechnung.
6OPS-CodesDie Kodierung setzt sechs Prozedurencodes, einer davon steht im Hybrid-DRG-Katalog.
1übersehene WeicheDer Code wird mitgeschrieben, aber nicht als Vorrangfall erkannt.
2Bearbeitungen desselben FallsÜber die Kassenprüfung kommt der Fall zurück und wird erneut aufgemacht.
Der Rücklauf aus der Abrechnung und die Nachbuchung entfallen, weil die Weiche schon bei den sechs Prozedurencodes steht, und die Erlösverluste sinken um 50%.
Die 50% sind die Kennzahl dieses Assistenten. Sechs Codes je Fall und der Rücklauf über die Kassenprüfung zeichnen einen typischen Verlauf in der Klinikabrechnung nach, gezählt wurde er nicht.