Enterprise AI

Forschungspartnerschaft treibt sichere Agentic AI für regulierte Unternehmen voran

Forschungspartnerschaft treibt sichere Agentic AI für regulierte Unternehmen voran

neuland AI

neuland AI

·

2

Min. Lesezeit

Vier Personen halten unterzeichnete Memoranden of Understanding auf der IFA Berlin. Von links: Turing Space, Dr. Klement Ruey-Sheng Gu (Taipeh-Vertretung), Yunus Philip Uyargil (neuland.ai), PolyCrypt.

meldung

neuland.ai, PolyCrypt und Turing Space bündeln ihre Kompetenzen in digitaler Identität, kryptografischer Autorisierung und sicherer Zugriffskontrolle für KI-Agenten

neuland.ai, PolyCrypt und Turing Space haben auf der IFA Berlin ein Memorandum of Understanding für eine gemeinsame Forschungspartnerschaft unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, eine technologische Grundlage für den sicheren Einsatz von Agentic AI in regulierten Unternehmen zu schaffen.

Die Unterzeichnung fand im Beisein von Dr. Klement Ruey-Sheng Gu, Repräsentant der Taipeh-Vertretung in Deutschland, sowie der taiwanesischen Delegation des Taiwan Startup Terrace statt. Für neuland.ai unterzeichnete CTO Yunus Philip Uyargil.

Im Zentrum der Partnerschaft steht eine entscheidende Frage: In wessen Namen handelt ein KI-Agent – und auf welche Informationen darf er dabei zugreifen?

Identität und Autorisierung als Grundlage für Agentic AI

In der Praxis scheitert der Einsatz von Agentic AI nur selten an der Qualität des zugrunde liegenden Modells. Häufiger liegen die Herausforderungen bei Identität, Autorisierung und Zugriffskontrolle.

Solange diese Fragen nicht belastbar beantwortet sind, bleibt Compliance-Verantwortlichen oftmals nur eine sichere, aber wenig hilfreiche Lösung: Ein KI-Agent erhält lediglich Zugriff auf den kleinsten gemeinsamen Nenner an Informationen. Damit ist er zwar abgesichert, in vielen Fällen aber kaum noch nützlich.

Die Forschungspartnerschaft verfolgt deshalb einen anderen Ansatz: Die verfügbaren Informationen und Handlungsmöglichkeiten eines Agenten richten sich nach den individuellen Berechtigungen des Menschen, der ihn autorisiert hat.

Unterschiedliche Antworten als Sicherheitsprinzip

Eine Projektleiterin und ein Werkstudent fragen dieselbe interne KI nach dem aktuellen Stand desselben Projekts.

Die Projektleiterin erhält Informationen zum Projektfortschritt, eine Einschätzung technischer Risiken aus einem vertraulich eingestuften Dokument sowie Angaben zur Auslastung des Teams. Der Werkstudent erhält ausschließlich den Projektfortschritt.

Der Unterschied entsteht nicht dadurch, dass ein nachgelagerter Filter bestimmte Inhalte aus der fertigen Antwort entfernt. Das vertrauliche Dokument ist für den Agenten des Werkstudenten bereits beim Abruf nicht verfügbar.

Dieser Unterschied ist entscheidend: Nachträgliches Filtern bleibt eine Wahrscheinlichkeitsaussage. Nicht abrufbare Daten sind eine Garantie.

Rechte folgen dem Menschen

Die Forschungspartner folgen dem Grundsatz, dass kein KI-Agent mehr Rechte erhält als der Mensch, der ihn autorisiert hat. Gleichzeitig bleibt jede ausgeführte Aktion eindeutig auf diese Person zurückführbar.

Der Mitarbeiter signiert die Berechtigung für seinen Agenten selbst – mit einem privaten Schlüssel, der sein Wallet nicht verlässt. Einen zentral verwalteten Sammel-Agenten, den alle Mitarbeiter gemeinsam nutzen, gibt es nicht. Eine unzulässige Ausweitung von Rechten wird damit nicht erst nachträglich verhindert, sondern strukturell ausgeschlossen.

Komplementäre Kompetenzen der Partner

Die drei Partner bringen unterschiedliche technologische Kompetenzen in die gemeinsame Forschung ein.

Turing Space bringt seine Expertise in Verifiable Credentials und digitalen Identitäten für Menschen und Agenten ein. Die Technologie beantwortet zentrale Fragen wie: Wer ist dieser Agent? Wer hat ihn autorisiert? Und wie lange ist diese Autorisierung gültig?

PolyCrypt liefert die kryptografische Autorisierung und Schlüsselableitung. Damit lässt sich bestimmen, welche Aktionen zulässig sind. Zugleich wird sichergestellt, dass ohne den passenden Schlüssel kein Klartext sichtbar wird.

Der neuland.ai HUB führt diese technologischen Bausteine in einer zentralen Plattform zusammen, die in der EU gehostet oder vollständig on-premises betrieben werden kann. Neben der Sicherheit steht dabei auch die praktische Nutzbarkeit im Fokus: Ein Agent, der keine Informationen preisgibt, weil er keine Fragen beantworten kann, ist kein einsatzfähiges Produkt.

Gemeinsame Anforderungen in Deutschland und Taiwan

Deutschland und Taiwan stehen bei der Einführung von KI vor vergleichbaren Herausforderungen. Beide Seiten entwickeln Technologien für Organisationen, die ihre Daten nicht in einer fremden Cloud speichern können oder wollen.

Die Forschungspartnerschaft setzt deshalb auf offene Standards wie W3C Verifiable Credentials und OpenID4VP sowie auf einen souveränen Betrieb im eigenen Rechenzentrum – bis hin zum Einsatz in vollständig abgeschotteten Netzwerken.

Das Memorandum of Understanding bildet den Ausgangspunkt für eine gemeinsame technische Roadmap. Die Partner werden ihre Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte zusammenführen und die daraus entstehenden Ergebnisse öffentlich vorstellen.

Ziel ist eine belastbare technologische Grundlage, mit der regulierte Unternehmen KI-Agenten produktiv einsetzen können, ohne die Kontrolle über Identitäten, Berechtigungen und sensible Daten abzugeben.

Über neuland.ai

neuland.ai ist ein KI-Technologieunternehmen mit Sitz in Köln und Anbieter des neuland.ai HUB – der führenden Enterprise AI Management- und Orchestration-Plattform. Mit umfassender Expertise in KI-Adaption und -Implementierung bietet neuland.ai eine zuverlässige und skalierbare KI-Plattform, die Unternehmen und Behörden ermöglicht, KI-Anwendungen zentral zu steuern, effektiv zu nutzen und die Kostenkontrolle zu behalten. Die Lösungen von neuland.ai ermöglichen Produktivitätssteigerungen, automatisierte Prozesse und maximale Datensouveränität – konform mit DSGVO, EU AI Act, DORA und BRAO. Der neuland.ai HUB ist bereits tausendfach und branchenübergreifend im Einsatz, unter anderem bei abcbank, dem Erzbistum Köln, der Griesemann Gruppe, dem Institut der deutschen Wirtschaft, RÖDL, SKW Schwarz, SVT GmbH und Thyssenkrupp. Mit über 50 Mitarbeitenden verfolgt neuland.ai das Ziel, KI „Made for Germany" skalierbar zu machen und die digitale Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Verwaltung nachhaltig zu stärken. Weitere Informationen: neuland.ai

neuland.ai, PolyCrypt und Turing Space bündeln ihre Kompetenzen in digitaler Identität, kryptografischer Autorisierung und sicherer Zugriffskontrolle für KI-Agenten

neuland.ai, PolyCrypt und Turing Space haben auf der IFA Berlin ein Memorandum of Understanding für eine gemeinsame Forschungspartnerschaft unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, eine technologische Grundlage für den sicheren Einsatz von Agentic AI in regulierten Unternehmen zu schaffen.

Die Unterzeichnung fand im Beisein von Dr. Klement Ruey-Sheng Gu, Repräsentant der Taipeh-Vertretung in Deutschland, sowie der taiwanesischen Delegation des Taiwan Startup Terrace statt. Für neuland.ai unterzeichnete CTO Yunus Philip Uyargil.

Im Zentrum der Partnerschaft steht eine entscheidende Frage: In wessen Namen handelt ein KI-Agent – und auf welche Informationen darf er dabei zugreifen?

Identität und Autorisierung als Grundlage für Agentic AI

In der Praxis scheitert der Einsatz von Agentic AI nur selten an der Qualität des zugrunde liegenden Modells. Häufiger liegen die Herausforderungen bei Identität, Autorisierung und Zugriffskontrolle.

Solange diese Fragen nicht belastbar beantwortet sind, bleibt Compliance-Verantwortlichen oftmals nur eine sichere, aber wenig hilfreiche Lösung: Ein KI-Agent erhält lediglich Zugriff auf den kleinsten gemeinsamen Nenner an Informationen. Damit ist er zwar abgesichert, in vielen Fällen aber kaum noch nützlich.

Die Forschungspartnerschaft verfolgt deshalb einen anderen Ansatz: Die verfügbaren Informationen und Handlungsmöglichkeiten eines Agenten richten sich nach den individuellen Berechtigungen des Menschen, der ihn autorisiert hat.

Unterschiedliche Antworten als Sicherheitsprinzip

Eine Projektleiterin und ein Werkstudent fragen dieselbe interne KI nach dem aktuellen Stand desselben Projekts.

Die Projektleiterin erhält Informationen zum Projektfortschritt, eine Einschätzung technischer Risiken aus einem vertraulich eingestuften Dokument sowie Angaben zur Auslastung des Teams. Der Werkstudent erhält ausschließlich den Projektfortschritt.

Der Unterschied entsteht nicht dadurch, dass ein nachgelagerter Filter bestimmte Inhalte aus der fertigen Antwort entfernt. Das vertrauliche Dokument ist für den Agenten des Werkstudenten bereits beim Abruf nicht verfügbar.

Dieser Unterschied ist entscheidend: Nachträgliches Filtern bleibt eine Wahrscheinlichkeitsaussage. Nicht abrufbare Daten sind eine Garantie.

Rechte folgen dem Menschen

Die Forschungspartner folgen dem Grundsatz, dass kein KI-Agent mehr Rechte erhält als der Mensch, der ihn autorisiert hat. Gleichzeitig bleibt jede ausgeführte Aktion eindeutig auf diese Person zurückführbar.

Der Mitarbeiter signiert die Berechtigung für seinen Agenten selbst – mit einem privaten Schlüssel, der sein Wallet nicht verlässt. Einen zentral verwalteten Sammel-Agenten, den alle Mitarbeiter gemeinsam nutzen, gibt es nicht. Eine unzulässige Ausweitung von Rechten wird damit nicht erst nachträglich verhindert, sondern strukturell ausgeschlossen.

Komplementäre Kompetenzen der Partner

Die drei Partner bringen unterschiedliche technologische Kompetenzen in die gemeinsame Forschung ein.

Turing Space bringt seine Expertise in Verifiable Credentials und digitalen Identitäten für Menschen und Agenten ein. Die Technologie beantwortet zentrale Fragen wie: Wer ist dieser Agent? Wer hat ihn autorisiert? Und wie lange ist diese Autorisierung gültig?

PolyCrypt liefert die kryptografische Autorisierung und Schlüsselableitung. Damit lässt sich bestimmen, welche Aktionen zulässig sind. Zugleich wird sichergestellt, dass ohne den passenden Schlüssel kein Klartext sichtbar wird.

Der neuland.ai HUB führt diese technologischen Bausteine in einer zentralen Plattform zusammen, die in der EU gehostet oder vollständig on-premises betrieben werden kann. Neben der Sicherheit steht dabei auch die praktische Nutzbarkeit im Fokus: Ein Agent, der keine Informationen preisgibt, weil er keine Fragen beantworten kann, ist kein einsatzfähiges Produkt.

Gemeinsame Anforderungen in Deutschland und Taiwan

Deutschland und Taiwan stehen bei der Einführung von KI vor vergleichbaren Herausforderungen. Beide Seiten entwickeln Technologien für Organisationen, die ihre Daten nicht in einer fremden Cloud speichern können oder wollen.

Die Forschungspartnerschaft setzt deshalb auf offene Standards wie W3C Verifiable Credentials und OpenID4VP sowie auf einen souveränen Betrieb im eigenen Rechenzentrum – bis hin zum Einsatz in vollständig abgeschotteten Netzwerken.

Das Memorandum of Understanding bildet den Ausgangspunkt für eine gemeinsame technische Roadmap. Die Partner werden ihre Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte zusammenführen und die daraus entstehenden Ergebnisse öffentlich vorstellen.

Ziel ist eine belastbare technologische Grundlage, mit der regulierte Unternehmen KI-Agenten produktiv einsetzen können, ohne die Kontrolle über Identitäten, Berechtigungen und sensible Daten abzugeben.

Über neuland.ai

neuland.ai ist ein KI-Technologieunternehmen mit Sitz in Köln und Anbieter des neuland.ai HUB – der führenden Enterprise AI Management- und Orchestration-Plattform. Mit umfassender Expertise in KI-Adaption und -Implementierung bietet neuland.ai eine zuverlässige und skalierbare KI-Plattform, die Unternehmen und Behörden ermöglicht, KI-Anwendungen zentral zu steuern, effektiv zu nutzen und die Kostenkontrolle zu behalten. Die Lösungen von neuland.ai ermöglichen Produktivitätssteigerungen, automatisierte Prozesse und maximale Datensouveränität – konform mit DSGVO, EU AI Act, DORA und BRAO. Der neuland.ai HUB ist bereits tausendfach und branchenübergreifend im Einsatz, unter anderem bei abcbank, dem Erzbistum Köln, der Griesemann Gruppe, dem Institut der deutschen Wirtschaft, RÖDL, SKW Schwarz, SVT GmbH und Thyssenkrupp. Mit über 50 Mitarbeitenden verfolgt neuland.ai das Ziel, KI „Made for Germany" skalierbar zu machen und die digitale Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Verwaltung nachhaltig zu stärken. Weitere Informationen: neuland.ai