Praxis
KI in der Praxis: SK Stiftung Kultur Köln arbeitet mit dem neuland.ai HUB
KI in der Praxis: SK Stiftung Kultur Köln arbeitet mit dem neuland.ai HUB

Karl Heinz Land
·
6
Min. Lesezeit

aufsatz
Bild: KI generiert mit neuland.ai HUB
Die SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn setzt den neuland.ai HUB in zwei ihrer bedeutenden Einrichtungen ein: in der Photographischen Sammlung und im Deutschen Tanzarchiv Köln.
Projektbericht: Semantische Erschließung und zeitbasierte Annotation in Köln
Ausgangslage und Ziel
Die Photographische Sammlung und das Deutsche Tanzarchiv Köln stehen exemplarisch für die Herausforderungen großer, heterogener Sammlungen: historische Fotografien, Korrespondenzen, Programme, Kritiken, Videos und Audioaufnahmen. Ziel der SK Stiftung Kultur ist es, diese Bestände schneller erschließbar, kontextreicher durchsuchbar und dauerhaft besser zugänglich zu machen – bei klarer fachlicher Verantwortung und nachvollziehbaren Prozessen.
Lösung: der neuland.ai HUB
Die KI-Management und Orchestrierungsplattform unterstützt die Häuser in zwei komplementären Dimensionen:
Photographische Sammlung: automatische Annotationen für Bilder, Vorschläge zu Motiven, Orten und Zeiträumen, semantische und visuelle Suche, kuratierte Freigabeprozesse mit Rollen- und Rechtekonzept.
Deutsches Tanzarchiv Köln: zeitbasierte Annotationen für Video- und Audiomaterial; Segmentierung von Szenen und Sequenzen; Verknüpfung von Aufführungen mit Programmen, Kritiken, Fotografien und Biografien.
Der neuland.ai HUB kombiniert Ontologie- und Knowledge-Graph-Funktionen mit moderner Suche, Qualitätssicherung und Governance. Alle Änderungen durchlaufen dokumentierte Workflows; Entscheidungen bleiben auditierbar, die Hoheit liegt bei den Fachteams. Der Betrieb erfolgt souverän – on‑premises oder in einer datenschutzkonformen Cloud – und lässt sich in bestehende Fachsysteme integrieren.
Wirkung in der Praxis
Schnellere Erstbeschreibung: Teams prüfen qualifizierte KI‑Vorschläge statt bei null zu beginnen.
Treffendere Recherche: semantische und visuelle Suche macht verborgene Zusammenhänge sichtbar.
Tieferer Kontext: AV‑Bestände werden punktgenau erschlossen; Quellen lassen sich über Zeitmarken verknüpfen.
Dauerhafte Qualität: konsistente Metadaten, klar dokumentierte Freigaben, Anschlussfähigkeit an Normdaten.
„Ziel der SK Stiftung Kultur mit einer internen KI ist die Bestände beider Bereiche, der Photographischen Sammlung und des Deutschen Tanzarchivs Köln, als Gesamtes sichtbar zu machen. Die visuelle und semantische Suche macht Serien, Motivreihen und unerwartete Bezüge sichtbar. Dies zu eruieren, hätte früher enormen Zeitaufwand bedeutet. Schon zum jetzigen Zeitpunkt bekommen wir aber auch ein Gefühl dafür, welche Möglichkeiten die KI uns zukünftig schafft: Motive und Orte sollen erkannt werden, Informationen der Datenbanken angereichert werden. Erstmals können wir Querverbindungen zwischen den beiden Beständen ziehen, die in getrennten Systemen unsichtbar blieben. Das ist ein anderer Blick auf das, was wir haben.“
— Norbert Minwegen, Geschäftsführer der SK Stiftung Kultur
Ausblick
Die modulare Architektur erlaubt eine schrittweise Erweiterung vom Piloten zur Skalierung – etwa für zusätzliche Werkgruppen, Ausstellungs- und Vermittlungsprojekte, Lehr- und Forschungskooperationen. Governance, Datensouveränität und Interoperabilität bleiben dabei Leitplanken für nachhaltige Nutzung.
Karl‑Heinz Land: „KI ordnet vor – der Mensch kuratiert“
Archive, Museen und Sammlungen sind Orte, an denen Zeit spricht. Ihre Arbeit lebt von Sorgfalt, Kontext und dem Blick fürs Verbindende. In jeder Epoche hat es Werkzeuge gegeben, die dieses Ordnen erleichterten – vom Skriptorium über den Zettelkasten bis zur Datenbank. Künstliche Intelligenz ist der nächste Schritt: eine Kulturtechnik, die Routine abnimmt und Zusammenhänge sichtbar macht.
Was heißt das konkret? KI erkennt Muster in Bildern und Texten, schlägt plausible Motive, Orte und Zeiträume vor, strukturiert Audio und Video entlang von Szenen und Sequenzen und hilft, Dubletten zu erkennen sowie Begriffe zu vereinheitlichen. Entscheidend ist die Arbeitsteilung: Die Maschine macht Vorschläge, der Mensch entscheidet. In dieser Ordnung bleibt die Verantwortung dort, wo sie hingehört – bei den Fachteams, die prüfen, gewichten, freigeben.
Die vielleicht stärkste Wirkung entfaltet KI in der Recherche. Semantische und visuelle Suche befragen Bestände nach Bedeutung, nicht nur nach Stichworten. Damit öffnen sich Räume, in denen Bilder und Dokumente einander finden, die zuvor getrennt waren: Serien treten hervor, Querverbindungen werden sichtbar, Geschichten werden vollständiger. Aus Tempo wird Sorgfalt, weil der Weg zur verlässlichen Erstbeschreibung kürzer wird und mehr Zeit für kuratorische und wissenschaftliche Arbeit bleibt.
Seriöse KI in der Kultur braucht Souveränität und Transparenz. Das heißt: Rollen- und Rechtekonzepte, Audit‑Trails und dokumentierte Freigaben, on‑premises‑Betrieb oder streng datenschutzkonforme Cloud. Wenn ein System einen Vorschlag macht, muss nachvollziehbar sein, warum. Nur so entsteht Vertrauen – nach innen wie nach außen.
Was ist die Vision? Ein Archiv, ein Museum, eine Sammlung, die so zugänglich sind wie eine gute Ausstellung: klar strukturiert, tief recherchiert, intuitiv zu erkunden. Die Technik arbeitet leise im Hintergrund, der Mensch bleibt im Zentrum. KI ordnet vor – der Mensch kuratiert. Genau darin liegt die Kraft, kulturelles Erbe zu bewahren und zugleich lebendig zu erzählen.
— Karl‑Heinz Land, Gründer und CEO der neuland.ai AG
Interview mit Norbert Minwegen, Geschäftsführer der SK Stiftung Kultur
Herr Minwegen, warum hat sich die SK Stiftung Kultur für KI‑gestützte Erschließung entschieden?
Unsere Einrichtungen arbeiten mit großen, historisch gewachsenen Beständen. Wir wollen sie schneller erschließbar und kontextreicher zugänglich machen – für unsere Fachteams, für Forschung und für die Öffentlichkeit. KI hilft uns dabei, Routineprozesse zu beschleunigen, ohne die Verantwortung aus der Hand zu geben. Das stärkt die Qualität und schafft Freiräume für das Wesentliche: deuten, vermitteln, kuratieren.
Was ändert sich konkret in der Photographischen Sammlung?
Die Plattform schlägt Motive, Orte und Zeiträume vor und ergänzt Titelvarianten. Das ist eine echte Erleichterung in der Erstbeschreibung. Gleichzeitig verbessern semantische und visuelle Suche die Recherchequalität. Ein Bild wird nicht nur über ein Stichwort, sondern über Ähnlichkeiten und Kontexte auffindbar. Unsere Fachleute prüfen, korrigieren und geben frei – jede Entscheidung ist dokumentiert.
Und was bedeutet KI für das Deutsche Tanzarchiv Köln?
Bewegung braucht Zeitmarken. Wir segmentieren Video- und Audiomaterial in Szenen und Sequenzen und verknüpfen diese mit Programmen, Kritiken, Fotografien oder Biografien. So lassen sich Aufführungen punktgenau erschließen und recherchieren. Das spart Zeit, erhöht die Verlässlichkeit und schafft neue Zugänge für Vermittlung und Forschung.
Sie haben betont, dass Querverbindungen zwischen Beständen sichtbar werden. Können Sie das konkretisieren?
Gern. Unser Ziel mit einer internen KI ist, die Bestände beider Bereiche – Photographische Sammlung und Deutsches Tanzarchiv Köln – als Gesamtes sichtbar zu machen. Die visuelle und semantische Suche macht Serien, Motivreihen und unerwartete Bezüge sichtbar. Das zu eruieren, hätte früher enormen Zeitaufwand bedeutet. Schon jetzt sehen wir, welche Möglichkeiten sich eröffnen: Motive und Orte werden erkannt, Informationen angereichert. Erstmals können wir Querverbindungen zwischen beiden Beständen ziehen, die in getrennten Systemen unsichtbar blieben. Das ist ein anderer Blick auf das, was wir haben.
Wie stellen Sie Datensouveränität und Qualität sicher?
Wir arbeiten mit klaren Rollen- und Rechtekonzepten, dokumentierten Freigaben und auditierbaren Workflows. Der Betrieb erfolgt souverän – auf eigener Infrastruktur oder in einer datenschutzkonformen Cloud. KI‑Vorschläge sind stets nachvollziehbar und werden fachlich geprüft. Das schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass Geschwindigkeit nicht zulasten der Sorgfalt geht.
Welche Wirkung erwarten Sie mittelfristig für Forschung, Vermittlung und Öffentlichkeit?
Schnellere, treffsichere Recherchen und reichere Kontexte. Forschende finden Zusammenhänge, die zuvor verborgen waren. Für die Vermittlung entstehen neue Erzählpfade, und die Öffentlichkeit profitiert von klareren Zugängen – digital wie vor Ort. Am Ende gewinnt das kulturelle Gedächtnis, weil mehr Material sichtbar und nutzbar wird.
Ihr Blick nach vorn: Was sind die nächsten Schritte?
Wir werden die erprobten Workflows schrittweise ausweiten und weitere Bestände anschließen. Wichtig bleibt die enge Einbindung der Teams – Schulungen, Feedback, kontinuierliche Qualitätssicherung. Unser Maßstab ist einfach: KI unterstützt, der Mensch entscheidet. Daran richten wir die nächsten Schritte aus.
Wenn Sie mehr über die Plattform erfahren oder einen Einblick in die Arbeitsabläufe gewinnen möchten, schreiben Sie uns an info@neuland.ai. Wir zeigen Ihnen den neuland.ai HUB im Einsatz – souverän, auditierbar und passgenau für Archive, Museen und Sammlungen.
Die SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn setzt den neuland.ai HUB in zwei ihrer bedeutenden Einrichtungen ein: in der Photographischen Sammlung und im Deutschen Tanzarchiv Köln.
Projektbericht: Semantische Erschließung und zeitbasierte Annotation in Köln
Ausgangslage und Ziel
Die Photographische Sammlung und das Deutsche Tanzarchiv Köln stehen exemplarisch für die Herausforderungen großer, heterogener Sammlungen: historische Fotografien, Korrespondenzen, Programme, Kritiken, Videos und Audioaufnahmen. Ziel der SK Stiftung Kultur ist es, diese Bestände schneller erschließbar, kontextreicher durchsuchbar und dauerhaft besser zugänglich zu machen – bei klarer fachlicher Verantwortung und nachvollziehbaren Prozessen.
Lösung: der neuland.ai HUB
Die KI-Management und Orchestrierungsplattform unterstützt die Häuser in zwei komplementären Dimensionen:
Photographische Sammlung: automatische Annotationen für Bilder, Vorschläge zu Motiven, Orten und Zeiträumen, semantische und visuelle Suche, kuratierte Freigabeprozesse mit Rollen- und Rechtekonzept.
Deutsches Tanzarchiv Köln: zeitbasierte Annotationen für Video- und Audiomaterial; Segmentierung von Szenen und Sequenzen; Verknüpfung von Aufführungen mit Programmen, Kritiken, Fotografien und Biografien.
Der neuland.ai HUB kombiniert Ontologie- und Knowledge-Graph-Funktionen mit moderner Suche, Qualitätssicherung und Governance. Alle Änderungen durchlaufen dokumentierte Workflows; Entscheidungen bleiben auditierbar, die Hoheit liegt bei den Fachteams. Der Betrieb erfolgt souverän – on‑premises oder in einer datenschutzkonformen Cloud – und lässt sich in bestehende Fachsysteme integrieren.
Wirkung in der Praxis
Schnellere Erstbeschreibung: Teams prüfen qualifizierte KI‑Vorschläge statt bei null zu beginnen.
Treffendere Recherche: semantische und visuelle Suche macht verborgene Zusammenhänge sichtbar.
Tieferer Kontext: AV‑Bestände werden punktgenau erschlossen; Quellen lassen sich über Zeitmarken verknüpfen.
Dauerhafte Qualität: konsistente Metadaten, klar dokumentierte Freigaben, Anschlussfähigkeit an Normdaten.
„Ziel der SK Stiftung Kultur mit einer internen KI ist die Bestände beider Bereiche, der Photographischen Sammlung und des Deutschen Tanzarchivs Köln, als Gesamtes sichtbar zu machen. Die visuelle und semantische Suche macht Serien, Motivreihen und unerwartete Bezüge sichtbar. Dies zu eruieren, hätte früher enormen Zeitaufwand bedeutet. Schon zum jetzigen Zeitpunkt bekommen wir aber auch ein Gefühl dafür, welche Möglichkeiten die KI uns zukünftig schafft: Motive und Orte sollen erkannt werden, Informationen der Datenbanken angereichert werden. Erstmals können wir Querverbindungen zwischen den beiden Beständen ziehen, die in getrennten Systemen unsichtbar blieben. Das ist ein anderer Blick auf das, was wir haben.“
— Norbert Minwegen, Geschäftsführer der SK Stiftung Kultur
Ausblick
Die modulare Architektur erlaubt eine schrittweise Erweiterung vom Piloten zur Skalierung – etwa für zusätzliche Werkgruppen, Ausstellungs- und Vermittlungsprojekte, Lehr- und Forschungskooperationen. Governance, Datensouveränität und Interoperabilität bleiben dabei Leitplanken für nachhaltige Nutzung.
Karl‑Heinz Land: „KI ordnet vor – der Mensch kuratiert“
Archive, Museen und Sammlungen sind Orte, an denen Zeit spricht. Ihre Arbeit lebt von Sorgfalt, Kontext und dem Blick fürs Verbindende. In jeder Epoche hat es Werkzeuge gegeben, die dieses Ordnen erleichterten – vom Skriptorium über den Zettelkasten bis zur Datenbank. Künstliche Intelligenz ist der nächste Schritt: eine Kulturtechnik, die Routine abnimmt und Zusammenhänge sichtbar macht.
Was heißt das konkret? KI erkennt Muster in Bildern und Texten, schlägt plausible Motive, Orte und Zeiträume vor, strukturiert Audio und Video entlang von Szenen und Sequenzen und hilft, Dubletten zu erkennen sowie Begriffe zu vereinheitlichen. Entscheidend ist die Arbeitsteilung: Die Maschine macht Vorschläge, der Mensch entscheidet. In dieser Ordnung bleibt die Verantwortung dort, wo sie hingehört – bei den Fachteams, die prüfen, gewichten, freigeben.
Die vielleicht stärkste Wirkung entfaltet KI in der Recherche. Semantische und visuelle Suche befragen Bestände nach Bedeutung, nicht nur nach Stichworten. Damit öffnen sich Räume, in denen Bilder und Dokumente einander finden, die zuvor getrennt waren: Serien treten hervor, Querverbindungen werden sichtbar, Geschichten werden vollständiger. Aus Tempo wird Sorgfalt, weil der Weg zur verlässlichen Erstbeschreibung kürzer wird und mehr Zeit für kuratorische und wissenschaftliche Arbeit bleibt.
Seriöse KI in der Kultur braucht Souveränität und Transparenz. Das heißt: Rollen- und Rechtekonzepte, Audit‑Trails und dokumentierte Freigaben, on‑premises‑Betrieb oder streng datenschutzkonforme Cloud. Wenn ein System einen Vorschlag macht, muss nachvollziehbar sein, warum. Nur so entsteht Vertrauen – nach innen wie nach außen.
Was ist die Vision? Ein Archiv, ein Museum, eine Sammlung, die so zugänglich sind wie eine gute Ausstellung: klar strukturiert, tief recherchiert, intuitiv zu erkunden. Die Technik arbeitet leise im Hintergrund, der Mensch bleibt im Zentrum. KI ordnet vor – der Mensch kuratiert. Genau darin liegt die Kraft, kulturelles Erbe zu bewahren und zugleich lebendig zu erzählen.
— Karl‑Heinz Land, Gründer und CEO der neuland.ai AG
Interview mit Norbert Minwegen, Geschäftsführer der SK Stiftung Kultur
Herr Minwegen, warum hat sich die SK Stiftung Kultur für KI‑gestützte Erschließung entschieden?
Unsere Einrichtungen arbeiten mit großen, historisch gewachsenen Beständen. Wir wollen sie schneller erschließbar und kontextreicher zugänglich machen – für unsere Fachteams, für Forschung und für die Öffentlichkeit. KI hilft uns dabei, Routineprozesse zu beschleunigen, ohne die Verantwortung aus der Hand zu geben. Das stärkt die Qualität und schafft Freiräume für das Wesentliche: deuten, vermitteln, kuratieren.
Was ändert sich konkret in der Photographischen Sammlung?
Die Plattform schlägt Motive, Orte und Zeiträume vor und ergänzt Titelvarianten. Das ist eine echte Erleichterung in der Erstbeschreibung. Gleichzeitig verbessern semantische und visuelle Suche die Recherchequalität. Ein Bild wird nicht nur über ein Stichwort, sondern über Ähnlichkeiten und Kontexte auffindbar. Unsere Fachleute prüfen, korrigieren und geben frei – jede Entscheidung ist dokumentiert.
Und was bedeutet KI für das Deutsche Tanzarchiv Köln?
Bewegung braucht Zeitmarken. Wir segmentieren Video- und Audiomaterial in Szenen und Sequenzen und verknüpfen diese mit Programmen, Kritiken, Fotografien oder Biografien. So lassen sich Aufführungen punktgenau erschließen und recherchieren. Das spart Zeit, erhöht die Verlässlichkeit und schafft neue Zugänge für Vermittlung und Forschung.
Sie haben betont, dass Querverbindungen zwischen Beständen sichtbar werden. Können Sie das konkretisieren?
Gern. Unser Ziel mit einer internen KI ist, die Bestände beider Bereiche – Photographische Sammlung und Deutsches Tanzarchiv Köln – als Gesamtes sichtbar zu machen. Die visuelle und semantische Suche macht Serien, Motivreihen und unerwartete Bezüge sichtbar. Das zu eruieren, hätte früher enormen Zeitaufwand bedeutet. Schon jetzt sehen wir, welche Möglichkeiten sich eröffnen: Motive und Orte werden erkannt, Informationen angereichert. Erstmals können wir Querverbindungen zwischen beiden Beständen ziehen, die in getrennten Systemen unsichtbar blieben. Das ist ein anderer Blick auf das, was wir haben.
Wie stellen Sie Datensouveränität und Qualität sicher?
Wir arbeiten mit klaren Rollen- und Rechtekonzepten, dokumentierten Freigaben und auditierbaren Workflows. Der Betrieb erfolgt souverän – auf eigener Infrastruktur oder in einer datenschutzkonformen Cloud. KI‑Vorschläge sind stets nachvollziehbar und werden fachlich geprüft. Das schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass Geschwindigkeit nicht zulasten der Sorgfalt geht.
Welche Wirkung erwarten Sie mittelfristig für Forschung, Vermittlung und Öffentlichkeit?
Schnellere, treffsichere Recherchen und reichere Kontexte. Forschende finden Zusammenhänge, die zuvor verborgen waren. Für die Vermittlung entstehen neue Erzählpfade, und die Öffentlichkeit profitiert von klareren Zugängen – digital wie vor Ort. Am Ende gewinnt das kulturelle Gedächtnis, weil mehr Material sichtbar und nutzbar wird.
Ihr Blick nach vorn: Was sind die nächsten Schritte?
Wir werden die erprobten Workflows schrittweise ausweiten und weitere Bestände anschließen. Wichtig bleibt die enge Einbindung der Teams – Schulungen, Feedback, kontinuierliche Qualitätssicherung. Unser Maßstab ist einfach: KI unterstützt, der Mensch entscheidet. Daran richten wir die nächsten Schritte aus.
Wenn Sie mehr über die Plattform erfahren oder einen Einblick in die Arbeitsabläufe gewinnen möchten, schreiben Sie uns an info@neuland.ai. Wir zeigen Ihnen den neuland.ai HUB im Einsatz – souverän, auditierbar und passgenau für Archive, Museen und Sammlungen.